Ohne GUI ist jetzt schick?

Im Heft 05/2010 des Linuxuser findet sich ein Artikel über die Texteditoren PyRoom und Marave. Der anscheinend besondere Vorteil dieser Editoren:

Texteditoren, die Sie während der Arbeit nicht vom Text ablenken, indem sie alle Oberflächenelemente ausblenden, die zum Schreiben nicht notwendig sind.

Ist sicher von Vorteil, wenn man nicht vom Schreiben durch das Programm bzw. seine Gestaltung der Oberfläche abgehalten wird – aber bedarf es deswegen zweier Neuentwicklungen? Es gibt doch ausreichend Editoren, die dem schon seit langem gerecht werden – nano, joe, vi, emacs usw..
Vielfalt ist schön und wenn sich neue Features ergeben, ist der Nutzer dankbar; aber das Rad muss nicht immer wieder neu erfunden werden. Wenn es als etwas Besonderes hingestellt wird, das die Oberfläche spartanisch aussieht (was ich als Shell-Nutzer begrüsse), dann ist ein solches Feature , wie es Marave mitbringt (»You can have background music«), eigentlich lächerlich. Das lenkt ja auch vom Text ab, oder?

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