antiX M8.5-base – ich bin begeistert!
3. Mai 2010
Ich habe noch aus alter Zeit einen Gericom-Laptop links von mir stehen. Darauf verstaubte noch ein Windows XP vor sich hin. Das Gerät ist ca. 10 jahre alt, also nicht mehr der Jüngste. Vor kurzem habe ich den als Versuchskaninchen reaktiviert, als Testgerät für die ein oder andere Distribution. KDE 4 ist nichts für ihn, ist zu anspruchsvoll, was die Ressourcen angeht (die Grafikkarte mag KDE 4 garnicht!). Was gut läuft ist Absolute Linux, auch Dreamlinux 3.5 oder das neue Yoper 2010 mit LXDE-Desktop.
Das Highlight ist aber antiX M8.5-base!! Ich habe mich für die base-Variante entschieden, weil dies nur ca. 270MB Download bedeutete und ich nach einer Distribution suchte, die nur das Notwendigste installiert und mir dann überlässt, wie es dann weiter geht.
Nachdem ich die iso-CD gebrannt hatte, konnte ich in die LIVE-Umgebung starten. Während das GRUB-Menü zu sehen ist, kann per F2 die Sprache eingestellt werden (Achtung: wirkt sich nicht auf die Tastatur aus – die bleibt auf qwerty!, wird erst nach der Installation umgestellt); per F3 kann die Bildschirmauflösung eingestellt werden – ich hab’s auf »Auto« belassen. Dann geht es zügig in die LIVE-Umgebung, mit Fluxbox als Windowmanager. Ein paar wenige Programme sind vorhanden – Browser (Iceape), ein Editor, ein Terminal und diverse Tools. Über »install« ging es dann los (vorab im Dialog »root« eingeben – ohne Passwort). Die Installationsdialoge (grafisch, gut bis ausreichend erklärt) sind in deutscher Sprache und die Installation geht sehr zügig voran (ist halt ‘base’). 3 Masken, und ich war durch (Partionen musste ich nicht anlegen, waren vorhanden; dafür steht aber in einer Maske Gparted zur Verfügung). »root« und einen »User« angelegt, Tastatur-Layout und locale, CD raus, reboot. Nach dem reboot die Zeitzone – das war’s.
Dann als »root« per apt-get die ersten Programme installiert, alles lief wunderbar (will man als User etwas installieren, per sux an Stelle von su im Terminal anmelden). Das System basiert auf MEPIS und Debian Testing und ist verdammt schnell. Ich werde jetzt weiter damit auf dem Gericom arbeiten und wenn sich der positive Eindruck fortsetzt, wechsle ich auch mit dem Produktivrechner zu antiX.
Empfehlenswert, unabhängig davon, ob die Hardware schon etwas betagter ist oder nicht!
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