Ich wische, also bin ich!

Das ich mir ein Samsung Galaxy Tab zugelegt habe, hatte ich vermerkt. Meine Begeisterung hält an – nicht nur was die Hardware betrifft, auch hinsichtlich der Nutzungsmöglichkeiten. Meine Einschätzung:»wir werden diese Geräte bald häufiger sehen«, halte ich nach wie vor aufrecht und auch die CES-Messe bestätigt dies (siehe beispielhaft auch hier oder hier).
Für mich als Nutzer eines stinknormalen Handys und Laptops, war es eine fast dramatische Umstellung, das Gerät per Finger durch Berührung und Wischen zu bedienen. Touchscreens waren mir nicht unbekannt. Wer mit der Bahn fährt, muss sich damit abfinden – auch wenn die Bedienung manchmal als Stresstest ausgelegt ist. Die Bedienung per »wischen« war mir bis dato aus eigener Praxis nicht geläufig, obwohl ich das natürlich bei den Smartphone-Nutzern schon häufig gesehen habe. Aber es ist erstaunlich, wie schnell und einfach es ist, damit umzugehen. Im Grunde selbsterklärend, wenn man das grundsätzliche Prinzip verstanden hat. Den Rest finde ich in der kleinen Bedienungsanleitung (so sollte eine Bedienungsanleitung sein – kurz und knapp und trotzdem verständlich!).
Nun wische ich über den Bildschirm, von oben nach unten, von unten nach oben, von rechts nach links und links nach rechts. Es ist in Fleisch und Blut übergegangen. Ein Doppelklick auf eine Website vergrößert (oder verkleinert).
Benötige ich weitere Anwendungen schaue ich im Market nach und wenn ich etwas passendes finde, wird es – zumindest bisher war das so – problemlos installiert. Und die apps laufen auf dem Galaxy Tab. Gefällt mir etwas nicht, deinstalliere ich es. GPS, Navigaton, diverse Ebook-Reader, Internet, Email, RSS usw. usf. – alles steht zur Verfügung.
Das ist das, was die Meisten mobil haben wollen. Und das in vernünftig lesbarer Größe. Deshalb werden die Tablets bald in öffentlichen Verkehrsmitteln, Cafes, auf Parkbänken …. zu sehen sein.
Längere Texte Schreiben, Fotos bearbeiten (sofern es nicht nur mal eins ist) ist mit dem Tablet PC (noch) mühsam; selbst wer ein flinker SMSer ist, wird auf der virtuellen Tastatur keine Dokumente erstellen oder bearbeiten wollen. Hinsichtlich Textbearbeitung sehe ich aber eine Lösungsmöglichkeit in Handschrifterkennung oder über Spracheingabe (obwohl mir hinsichtlich Spracheingabe graut – dann hat man nicht nur die Handytelefonierer im Ohr, sondern auch jede Menge von Diktierenden!). Ob man mobil Fotos bearbeiten muss, kann jeder selbst entscheiden. Ich benötige das nicht.
Ein vernünftig ausgestatteter Tablet PC (Schnittstellen!) – das ist es!

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