Archiv: Februar 2012
Dateimanager für Linux-Systeme
26. Februar 2012
![]()
Wer mit einem Linux-/UNIX-System arbeitet, benötigt eigentlich keinen Datei-/Filemanager, denn die vom System mitgelieferten Befehle, die auf der Kommandozeile zur Verfügung stehen, ermöglichen bereits ein Dateimanagement. Zu nennen sind hier beispielhaft die Befehle
ls, mkdir, rmdir, rm, cat, more, less, cp, mv, mv, touch
mit den dazu möglichen Optionen.
Im Web finden sich zahlreiche Aufstellungen möglicher Befehle und deren Fähigkeiten. Für die tägliche Arbeit bietet sich auch die Hilfe durch ein Buch an, wie z.B. das »Linux-Befehle-Buch« von Hans-Werner Heinl, ISBN: 978-3-938626-01-6. Die man pages helfen zwar auch weiter, aber ich schlage gern auch mal in einem Buch mit etwas ausführlicheren Erläuterungen nach.
Ausgehend von diesen Kommandozeilenbefehlen wurden Dateimanager entwickelt, die die Arbeit mit Dateien und Verzeichnissen vereinfachen und komfortabler gestalten und die entweder auf der Kommandozeile laufen (also ohne grafische Benutzeroberfläche) oder als Programm mit grafischer Benutzeroberfläche.
Jede Linuxdistribution liefert bei der Installation eines Desktopsystems einen Dateimanager mit. Aber an diesen ist der Benutzer nicht gebunden. Es gibt in der Linuxwelt zahlreiche Alternativen, die entweder in den Distributionsquellen enthalten und einfach mit Distributionsmitteln zu installieren sind oder die, falls nicht in den Quellen, über ./configure && make && make install installiert werden können.
Jeder dieser Dateimanager hat seine Besonderheiten, oft dadurch bestimmt, dass der Entwickler einen Dateimanager nach seinen speziellen Wünschen haben wollte. Welcher Dateimanager letztlich der für ihn beste ist, kann nur der einzelne Nutzer für sich entscheiden. Bei der zur Verfügung stehenden Auswahl findet sich wahrscheinlich für jeden der passende; andernfalls ergibt sich ein Ansatzpunkt für die Entwicklung eines weiteren Dateimanagers
.
Im Folgenden habe ich die Dateimanager, welche ich gefunden habe, mit Fundstellen aufgelistet. Abschließend ist diese Aufstellung sicher nicht. Wer weitere kennt, kann diese im Kommentarfeld aufführen – möglichst mit der Linkadresse. Die Reihenfolge der Auflisting ist alphabetisch, stellt also keine Rangfolge dar.
Über die hier aufgeführten Fundstellen hinaus, finden sich zu den einzelnen Dateimanagern noch weitere im Web, sofern mehr Information gesucht wird.
Den kompletten Artikel lesen »
Abgelegt in Dateimanager
Hilfreiche Helfer: debian-goodies
25. Februar 2012
Das Paket debian-goodies enthält eine kleine Programmsammlung für Debian-Systeme (also auch ubuntu, xubuntu etc.). Diese Programme wurden zur Integration mit den Standard-Shell-Werkzeugen entwickelt, um sie zur Arbeit mit dem Debian-Paketsystem zu erweitern. Das Paket enthält:
dgrep – Suche alle Dateien in angegebenen Paketen
dglob – Muster-Erweiterung durch Übereinstimmung mit Paketnamen
debget – Holt ein .deb für ein Paket in der APT-Datenbank.
dpigs – Zeigt, welche installierten Pakete den meisten Platz belegen.
debman – Einfache Anzeige von Handbuchseiten aus einem binären Paket ohne gesondertes Auspacken
debmany – Auswahl von Handbuchseiten installierter oder auch nicht installierter Pakete
checkrestart – Hilft beim Finden/Neustarten von Prozessen, die alte Versionen aktualisierter Dateien (wie z. B. Bibliotheken) nutzen.
popbugs – Zeigt eine angepasste Liste mit Release-kritischen Fehlern in Abhängigkeit der von Ihnen benutzten Pakete an (nutzt Daten aus dem popularity-contest).
which-pkg-broke – Findet heraus, welches Paket ein anderes behindert/sabotiert haben könnte.
Installation auf der Kommandozeile:
apt-get install debian-goodies
oder per synaptic.
Abgelegt in Tipps

